PKV mit Verschlusskrankheit
Wie wirkt sich diese Vorerkrankung auf Deine private Krankenversicherung aus?
Die Verschlusskrankheit, auch bekannt als Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), ist eine fortschreitende Durchblutungsstörung, bei der verengte Arterien den Blutfluss zu den Gliedmaßen, am häufigsten den Beinen, reduzieren. Diese Verengung, hauptsächlich verursacht durch Atherosklerose (Plaquebildung), führt zu Symptomen wie intermittierender Claudicatio – Schmerzen, Krämpfen oder Taubheitsgefühlen in den Beinen während körperlicher Betätigung, die in Ruhe nachlassen. Bei Fortschreiten der Krankheit können Schmerzen auch in Ruhe auftreten, und schwere Fälle können zu kritischer Extremitätenischämie führen, die nicht heilende Wunden, Gangrän und möglicherweise den Verlust einer Gliedmaße verursachen kann. Risikofaktoren sind Rauchen, Diabetes, hoher Blutdruck und hohe Cholesterinwerte.
PKV-Risikobewertung
Einzelne, spezialisierte PKV-Anbieter versichern jedoch ggfs. mit einem anzunehmenden Zuschlag von bis zu 50%.
Auswirkungen auf Deinen Versicherungsschutz
Krankheitsdauer (erstmalig)
Mehrere Monate bis Jahre, bis die Symptome spürbar und bedeutsam werden.
Krankheitsdauer (lebenslang)
Chronische, lebenslange Erkrankung mit fortschreitender Verschlechterung, wenn unbehandelt.
Behandlungskosten (erstmalig)
Hunderte bis Zehntausende von Euro, abhängig von der Schwere und den anfänglichen Interventionen (z.B. Diagnostik, Medikamente, Angioplastie).
Behandlungskosten (lebenslang)
Zehntausende bis Hunderttausende von Euro, einschließlich Medikamenten, regelmäßigen Nachuntersuchungen und potenziell wiederholten Interventionen oder Operationen.
Mortalitätsrate
Erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Mortalität; 5-Jahres-Mortalitätsraten können je nach Schweregrad und Vorhandensein von Komorbiditäten 15-30% betragen.
Risiko für Folgeschäden
Hoch (z.B. kritische Extremitätenischämie, nicht heilende Wunden, Amputation, Herzinfarkt, Schlaganfall) in etwa 20-30% der schweren Fälle innerhalb von 5 Jahren.
Wahrscheinlichkeit der vollständigen Heilung
Sehr gering; das Management konzentriert sich auf die Symptomkontrolle und die Verhinderung des Fortschreitens der Erkrankung und nicht auf eine vollständige Genesung, da es sich um einen chronischen, degenerativen Prozess handelt.
Risiko für Grunderkrankungen
Hoch (z.B. koronare Herzkrankheit, zerebrovaskuläre Erkrankung, Diabetes, Hypertonie, Hyperlipidämie) in über 50% der Fälle aufgrund gemeinsamer atherosklerotischer Risikofaktoren.