PKV mit Östliche Pferdeenzephalitis
Wie wirkt sich diese Vorerkrankung auf Deine private Krankenversicherung aus?
Östliche Pferdeenzephalitis (EEE) ist eine seltene, aber schwerwiegende Viruserkrankung, die durch das Eastern Equine Encephalitis Virus verursacht und hauptsächlich durch Mücken übertragen wird. Das Virus befällt Vögel und kann auch Pferde und Menschen infizieren. Beim Menschen kann es zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) kommen, die grippeähnliche Symptome hervorruft, sich aber rasch zu neurologischen Ausfällen wie Krämpfen, Koma und bleibenden Hirnschäden entwickeln kann. Die Krankheit ist besonders in Nordamerika verbreitet und hat eine hohe Sterblichkeitsrate sowie eine hohe Wahrscheinlichkeit für schwere Langzeitfolgen bei Überlebenden.
PKV-Risikobewertung
Einzelne, spezialisierte PKV-Anbieter versichern jedoch ggfs. mit einem anzunehmenden Zuschlag von bis zu 10%.
Auswirkungen auf Deinen Versicherungsschutz
Krankheitsdauer (erstmalig)
Einige Tage bis mehrere Wochen für die akute Phase, gefolgt von einer langen Rehabilitationsphase bei Überleben.
Krankheitsdauer (lebenslang)
Einmaliges akutes Ereignis; bei Überleben können neurologische Folgeschäden lebenslang bestehen bleiben.
Behandlungskosten (erstmalig)
Sehr hoch (Intensivstation, Beatmung, neurologische Pflege, Rehabilitation). Schätzungsweise mehrere zehntausend bis hunderttausend Euro.
Behandlungskosten (lebenslang)
Kann bei schweren Folgeschäden aufgrund notwendiger Langzeitpflege und Therapien extrem hoch sein (Hunderttausende bis Millionen Euro).
Mortalitätsrate
Hoch (ca. 30-50% der symptomatisch Erkrankten, bei Enzephalitis noch höher).
Risiko für Folgeschäden
Sehr hoch (ca. 50-80% der Überlebenden leiden an dauerhaften neurologischen Schäden wie geistiger Behinderung, Persönlichkeitsveränderungen, Krampfanfällen).
Wahrscheinlichkeit der vollständigen Heilung
Gering (unter 10-20% der symptomatisch Erkrankten, fast nie bei entwickelter Enzephalitis).
Risiko für Grunderkrankungen
Gering; das Virus verursacht direkt die Erkrankung. Eine Schwächung des Immunsystems kann das Risiko für schwere Verläufe erhöhen, ist aber keine direkte "zugrundeliegende Krankheit" im Sinne einer Koinfektion.