PKV mit Amyotrophic Lateral Sclerosis (ALS)
Wie wirkt sich diese Vorerkrankung auf Deine private Krankenversicherung aus?
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), auch bekannt als Lou-Gehrig-Krankheit, ist eine verheerende, fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark betrifft. Sie führt zum Verlust der willkürlichen Muskelkontrolle, was zu Schwäche, Atrophie und schließlich zur Lähmung aller Muskeln führt. Dies umfasst auch Muskeln, die für das Sprechen, Schlucken und Atmen unerlässlich sind. Sensorische und kognitive Funktionen bleiben in der Regel verschont, obwohl einige kognitive Veränderungen auftreten können. Die Krankheit schreitet rasch fort, führt zu schwerer Behinderung und letztlich zum Tod, typischerweise durch Atemversagen. Derzeit gibt es keine Heilung.
PKV-Risikobewertung
Einzelne, spezialisierte PKV-Anbieter versichern Dich eventuell trotzdem, aber mit einem deutlichen Risikozuschlag.
Auswirkungen auf Deinen Versicherungsschutz
Krankheitsdauer (erstmalig)
Erstsymptome, oft subtil wie Muskelzuckungen oder Schwäche in einem Gliedmaß, können sich allmählich über Wochen bis Monate entwickeln, bevor eine definitive Diagnose gestellt wird.
Krankheitsdauer (lebenslang)
ALS ist eine chronische, fortschreitende und ausnahmslos tödliche Krankheit, wobei die meisten Patienten 2 bis 5 Jahre nach der Diagnose überleben, obwohl ein kleiner Prozentsatz länger lebt.
Behandlungskosten (erstmalig)
Die anfängliche diagnostische Abklärung (neurologische Untersuchungen, EMG, MRT) und frühe Medikation (z.B. Riluzol, Edaravon) können je nach Gesundheitssystem und Umfang der initialen Untersuchungen Tausende bis Zehntausende von Dollar kosten.
Behandlungskosten (lebenslang)
Die Lebenszeitkosten der ALS-Behandlung sind extrem hoch und umfassen fortlaufende Arzttermine, Medikamente, Hilfsmittel (z.B. Rollstühle, Kommunikationshilfen), Wohnraumanpassungen, Atemunterstützung und schließlich Palliativversorgung. Schätzungen können Hunderttausende bis über eine Million Dollar übersteigen.
Mortalitätsrate
100 %, da ALS eine universell tödliche Krankheit ist.
Risiko für Folgeschäden
Sehr hoch. Patienten erleiden aufgrund des chronischen und schwächenden Charakters der Krankheit ausnahmslos schwere körperliche Schäden (fortschreitende Lähmung, Atemversagen, Schluckstörungen, Sprachverlust) und oft auch psychische Schäden (Depressionen, Angstzustände, soziale Isolation).
Wahrscheinlichkeit der vollständigen Heilung
Extrem niedrig, praktisch 0 %. Derzeit gibt es keine Heilung für ALS, und die Krankheit ist unaufhaltsam fortschreitend.
Risiko für Grunderkrankungen
Während ALS typischerweise als primäre Erkrankung gilt, sind etwa 5-10 % der Fälle familiär (genetisch bedingt). Patienten können auch gleichzeitig auftretende Gesundheitszustände aufweisen, die in der Allgemeinbevölkerung häufig sind, aber ALS wird im Allgemeinen nicht durch *andere* Grunderkrankungen verursacht, wie es bei einer Infektion der Fall sein könnte. Die Wahrscheinlichkeit gleichzeitig bestehender chronischer Krankheiten entspricht der altersangepassten Allgemeinbevölkerung.